IoT und M2M?
- IoT
- Abkürzung für (englisch) "Internet of Things", eingedeutscht auch "Internet der Dinge" und IdD
- M2M
- Abkürzung für (englisch) "Machine-to-Machine communication"
Eine Teilmenge des IoT
IoT - Internet of Things
Das IoT ist in erster Linie ein Marketing- und Managementbegriff. Er wird greifbarer, wenn man ihn in seine Bestandteile zerlegt.
Das Internet ist heute zwar ein feststehender Begriff, lässt sich aber auch in die Teile "inter-" für "zwischen" und "net" für Network/Netzwerk zerlegen. Das "zwischen-Netzwerk" war ursprünglich auch genau so konzipiert - es sollte überregional die lokalen Netzwerke verbinden, um Informationen auszutauschen. Produzenten und Konsumenten dieser Informationen waren dabei in erster Linie Menschen.
Mit der Kommerzialisierung und dem Einzug in den Massenmarkt verschwand diese strikte Ansicht und das Rollenverständnis. Informationen oder "neutrale Inhalte" werden automatische generiert, transformiert, präsentiert, monetarisiert und auch konsumiert. Hierbei kommunizieren dann nicht mehr Menschen sondern Maschinen - oder allgemeiner eben irgendwelche Dinge - also Things!
Das IoT ist somit nichts Unbekanntes oder Neues sondern lediglich eine Anwendung des Internets, das wir seit den 80er Jahren kennen.
IoT ist das Mittel und nicht der Zweck!
Oft wird "IoT" als Branche oder als Geschäftsmodel gesehen. Es ist aber nur das Mittel, um in anderen Branchen neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
Nehmen wir an, Sie wären in der Immobilienbranche und wären spezialisiert auf Ladenlokale in Einkaufszentren. Um Interessenten die Attraktivität eines Lokals bezüglich der zu erwartenden Laufkundschaft zu demonstrieren, postieren sie Personal an allen Ein- und Ausgängen, an allen Aufzügen und Rolltreppen und lassen sämtliche Kundenbewegungen protokollieren. Um eine Aussage über den Einfluss von Jahres- und Ferienzeiten treffen zu können, führen Sie Ihre Beobachtungen ein ganzes Jahr durch. Utopisch, oder?
In Ihren Einkaufszentren werden die automatischen Türen, die Aufzüge und die Rolltreppen von unterschiedlichen Anbietern betrieben. Alle diese Anlagen generieren die Daten, die Sie mühevoll erfassen wollten, im Rahmen des normalen Betriebs. Wenn es Ihnen gelingt, diese Daten automatisiert zu konsolidieren und auszuwerten, erzeugen Sie Mehrwert für sich und Ihre Mieter, ohne in die "IoT-Branche" gewechselt zu sein.
Mit der Information, für welchen Mieter wo am besten Werbung zu platzieren wäre und wie eine neue Werbekampagne die Besucherströme verändert, ist durch IoT über ihr Immobiliengeschäft hinaus ein neues Geschäftsmodel entstanden. Mittel zum Zweck!
Was sind denn dann diese Dinge/Things?
Das sind doch alles Maschinen! Also doch M2M?
Letztendlich ist das eine Definitionsfrage. Die Industrie hat eine gänzlich andere Vorstellung von Maschine als ein KFZ-Mechaniker. Aber betrachten Sie Ihr Smartphone als Maschine? Ist ein einzelnes Thermometer eine Maschine? Der abstrakte Begriff Ding - oder Thing - soll genau das ausdrücken - es kann irgendetwas sein, was direkt oder indirekt über das Internet kommunizieren kann."... indirekt über das Internet kommunizieren? Wie soll das gehen?"
Die Kommunikation über das Internet ist nicht immer ganz trivial. Insbesondere wenn es um sehr kleine, sehr viele oder kosten- oder energiesensible Systeme geht, wird es schwierig, diese direkt mit dem Internet zu verbinden. Hier kommen Gateways zum Einsatz.